Prädiktive Betriebsstrategie für BEV

Bearbeiter Bernhard Rolle, M.Sc.
Projektpartner Daimler AG

 

 

 

Beschreibung

Die Durchnittliche CO2-Emmission der europäischen Pkw-Neuwagenflotte soll bis Ende 2020 auf 95g CO2/km verringert werden. Angesichts weltweiter, ambitionierter Regulierungen, bietet die Elektromobilität nicht nur aus ökologischer sonder auch aus ökonomischer Sicht ein enormes Potential. Um die globale Wettbwerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie zu behautpen wurde der Nationale Entwicklungsplan Elektromobilät verabschiedet. Wesentlicher bestandteil des Entwicklungsplans ist die Forschung im Bereich batterie elektrischer Fahrzeuge (BEV). Voraussetzung für die Akzeptanz von BEV ist vor Allem die Erhöhung der realen Reichweite.

Neben der Schlüsseltechnologie der Batteriespeicher, ist eine Reichweitenerhöhung auch durch eine Verbesserung der Assistenzsysteme des Batterie-, Vortriebs- und Thermomanagements zu erwarten. Entsprechend zielt das Forschungsprojekt auf die Weiterentwicklung von Betriebsstrategien durch die Berücksichtigung zusätzlicher Umgebungsdaten, die aus einer ständig steigenden Anzahl an Fahrzeugsensoren bzw. der zunehmenden Fahrzeug-Vernetzung resultieren. Im Gegensatz zu den Projekten Prädiktive Fahrstrategie (EV/HEV) und Thermomanagement für EV liegt der Fokus im Bereich des Vortriebsmanagements und speziell auf dem Betrieb der E-Maschine.

BordnetzkonfigurationUntersucht wird eine geeignete Nutzung der Umgebungsdaten für eine prädiktive Regelung der E-Maschine mit umschaltbarer Feldstärke. Durch einen modellprädiktiven Ansatz können Umgebungsdaten sinnvoll genutzt und Randbedigungen des Batterie-, Thermo- und Vortriebsmanagements sowie der eigenen Systemgrenzen in verschiednen Fahrmodi berücksichtigt werden. Im Zuge der Entwicklung von BEV mit zwei Antriebseinheiten, je eine Traktionsmaschine für Vorder- und Hinterachse ergeben sich weitere Freiheitsgrade beim Betrieb des Antriebstrangs, die durch die Betriebsstrategie berücksichtigt werden müssen.

 Förderung
Dieses Projekt wird durch das Promotionskolleg Hybrid, einer Kooperation des Landes Baden-Württemberg, der Universität Stuttgart, Hochschule Esslingen sowie der Daimler AG und Bosch, gefördert.